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Charlotte Arlt siegt beim Geschichtswettbewerb

Barsinghausen. „Viele in meinem Alter haben nicht so das Interesse an Geschichte“, sagt Charlotte Arlt von der Barsinghäuser Goetheschule (KGS). Bei der Neuntklässlerin aus Langreder ist das anders: Sie hat Freude daran, sich mit der Vergangenheit in ihren vielfältigen Facetten zu beschäftigen. Charlotte hat auf Anregung ihrer Lehrkräfte am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten teilgenommen, der alle zwei Jahre von der Körber-Stiftung ausgeschrieben wird und diesmal unter dem Motto „Bewegte Zeiten – Sport macht Gesellschaft“ stand.

Die Goetheschülerin hat eine 50-seitige Arbeit über die Geschichte des Fechtens vom Altertum bis heute eingereicht – mit Erfolg: Sie wurde von der Jury als Landessiegerin ausgezeichnet und hat nun die Chance, im Herbst auch auf Bundesebene ganz vorn mit dabei zu sein. Schon der Landessieg ist mit einem Preisgeld in Höhe von 500 Euro dotiert.

Die Anregung zur Teilnahme an dem Wettbewerb sei im Rahmen der Hochbegabten-Initiative ergangen, erläutert KGS-Schulleiter René Ehrhardt. „Das bot sich an in der Corona-Zeit.“ Unterstützt und bei der Arbeit begleitet wurde Charlotte von Geschichts- und Französischlehrerin Isabelle Jeschke-Franzius, die als Tutorin Tipps und Hinweise gab.

Charlotte ist als Fechterin im TSV Kirchdorf aktiv und hat die Begeisterung für ihren Sport nun auch in der historischen Ausarbeitung umgesetzt. Sie habe Interviews mit Sportlern geführt und unter anderem dargestellt, warum die Fachbegriffe aus dem Fechtsport alle aus der französischen Sprache kämen, berichtet Charlotte.

„Geschichte ist ein gesellschaftlich wichtiges Thema“, betont Tutorin Jeschke-Franzius. „Es ist schön, Schüler dafür motivieren zu können.“ Mehrfach haben sich Charlotte und ihre Lehrerin in der Arbeitsphase getroffen. „Sie hat sehr viel Material gefunden und sich wacker geschlagen“, lobt Jeschke-Franzius. Sie hat der Neuntklässlerin auch vermittelt, worauf es bei der Nutzung von Quellen ankommt: „Stets zitieren ist ganz wichtig.“ In den Herbstferien hatte die Schülerin mit den Recherchen begonnen, im Januar war die Arbeit dann fertig.

Einen Teil des Preisgeldes möchte Charlotte für die Teilnahme an einem internationalen Fechtcamp in Bocholt einsetzen. Den größten Teil aber will die Schülerin sparen. „In dem Fall bin ich konservativ“, sagt die Neuntklässlerin und grinst.

Dieser Artikel wurde von Herrn A. Kannegießer in der HAZ veröffentlicht. Foto und Textrechte gehören dem Autor. Mit freundlicher Genehmigung in der Kooperation.