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Schüler Interview – Episode III

Til ist 14 und geht in die Klasse 8G2. Weil wir leider (noch?) keine Schülerzeitung haben, bei der Schülerinnen und Schüler mitmachen könnte, bekommt er jetzt hier auf der Webseite seine eigene kleine Kolumne, um aus Sicht der Schüler über das zu schreiben, was die KGS-Jugend so beschäftigt. Ein guter Grund und der perfekt Anlass für ein Schülerinterview, dass Til mit Frau Naumann via IServ-Videokonferenz geführt hat.

> Jetzt, wo nächste Woche der Präsenz-Unterricht wieder losgeht, bist du eher traurig oder eher fröhlich?

T: Also, ich freue mich darauf wieder in den Präsenzunterricht zu kommen.

> Ihr Schüler ward jetzt vier Monate im Distanzlernen – denkst du das war richtig so?

T: Ich weiß es nicht genau. Ich glaube, das war schon der Sitation angepasst und man hätte es nicht anders machen dürfen, weil das Problem sonst nur noch größer geworden wäre. Darum war das schon sinnvoll, erstmal im Distanzunterricht zu bleiben.

> Glaubst du dass dir der Distanzunterricht geschadet hat?

T: Darüber kann ich jetzt noch nicht so groß etwas sagen, das wird sich erst zeigen, wenn das Zeugnis ausgeteilt wird, aber generell eher nicht.

> Was hat dir am Distanzunterricht am besten gefallen?

T: Man konnte sich seine Woche eigenständig einteilen und hatte keine feste Zeiten, außer den Videokonferenzen. Aber ansonsten war man sehr frei, wie man sich die Aufgaben einteilen und wann man Freizeit haben wollte. Das mochte ich eigentlich am meisten, aber das ist auch das Einzige.

> Was hat dir am Distanzunterricht gar nicht gefallen? Was würdest du verbessern?

T: Ich habe ein, zwei Mal einen ‚Wake-up-Call‘ mit Frau Flütsch-Caracas, unserer Klassenlehrerin, mitgemacht und da mussten wir uns auch mit der Kamera zuschalten, was mir wirklich gut gefallen hat. Aber was mir am wenigsten gefällt ist, dass man schon sehr isoliert ist von den anderen Schülern und viele aus meiner Klasse habe ich schon seit vier Monaten nicht mehr gesehen. Das ist schon ein bisschen traurig.

> Was hat sich durch das Distanzlernen an eurem Familienleben verändert?

T: Das nicht unbedingt. Dadurch, dass ich jetzt die Zeit dazu habe habe ich mir das Kochen angeeignet. Dafür habe ich mich davor gar nicht interessiert und jetzt versuche ich, da mit zu wirken. Mir hat das nicht geschadet. Ich würde nicht sagen, dass es Stress gab. Meine Eltern arbeiten beide, also war das relativ normal für mich.

> Worauf freust du dich am meisten, wenn es jetzt in die Schule zurück geht?

T: Am meisten freue ich mich natürlich, alle meine Klassenkameraden und Klassenkameradinnen wieder zu sehen. Vier Monate ist schon eine ziemlich lange Zeit und sie nur über Videokonferenz zu sehen und zu hören, ist schon etwas eigenartig.

> Wie bist du auf die Idee gekommen, an der Homepage mitzuarbeiten?

T: Ich hatte schon in der fünften und sechsten Klasse die Idee, eine Schülerzeitung zu gestalten. Wir haben mit Frau Flütsch-Caracas am Elternsprechtag gesprochen und sie hat vorgeschlagen, dass ich an der Homepage mitarbeiten könnte. Ich fand auch, dass das eine ganz gute Idee ist, weil ich mich schon immer ein bisschen für Gestaltung und Texte interessiert habe.

> Hast du schon Ideen, worüber du schreiben möchtest? Hast du schon Themen und Pläne für deine ersten Einträge?

T: Ich glaube, ich werde auf jeden Fall über mein Leben im Distanzlernen schreiben. Was mir daran gefallen hat, was ich vermisst habe, was mich am Szenario B freut, was ich vielleicht sogar schlechter finde… Alles zum Szenario C.. Ich werde meine eigene Meinung darlegen, wie ich die vergangenen Wochen empfunden habe und die kommenden Wochen empfinde.

> Vielen Dank für das Gespräch.

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